Am Samstag. den 30. Mai 2026, findet im Land Brandenburg der Tag der Baukultur statt. Unter dem Motto „Baukultur geht uns alle an“ stellen sich zahlreiche Projekte, Initiativen und Ideen vor, die Lebensräume prägen. Auch unser Büro ist mit einer Führung in der St. Marienkirche in Prenzlau dabei.
Als eines der letzten historischen Bauwerke Prenzlaus erinnert die dreischiffige Backsteinkirche daran, dass die Stadt einmal anders aussah. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs brannte die Kirche bis auf die Umfassungsmauern aus, wobei das Dachwerk und die Gewölbe einstürzten. Über die Jahrzehnte wurden die zerstörten Teile nach und nach wiederaufgebaut. In den 1970er Jahren wurde ein neues Dach errichtet.
Nun wurde der Kirchenraum zu einem neuen Ganzen gefügt. Zwischen 2017 und 2020 plante und realisierte unser Büro die Wiederherstellung der Gewölbe. Die jüngst fertiggestellte Empore für eine aus Schottland translozierte Orgel führt diesen Weg fort. Ihre Geometrie nimmt Bezug auf die Vorgängerempore, während ihre Materialität und geschwungene Form den Bestand zeitgenössisch fortschreiben. So übersetzt die Empore das musikalische Motiv der akustischen Welle in eine räumliche Figur. Der leichte, fast schwebende Eindruck der Empore beruht darauf, dass sie als stützenfreie Holzkonstruktion nur an den vorhandenen Pfeilern und Außenwänden befestigt ist.
Mit zwei Führungen gibt der projektleitende Tragwerksplaner Peter Krämer Einblicke in das Projekt.
Tag der Baukultur
30. Mai 2026
Führungen
11:00 – 12:30 Uhr
13:30 – 15:00 Uhr
St. Marienkirche
Marienkirchstraße 4
17291 Prenzlau
