Unmittelbar nach Abschluss der Bauarbeiten findet am 13. Mai von 16 bis 18 Uhr das erste Ortsgespräch der Denkmalpflege zur „Wiederherstellung und Neuinterpretation des Kirchenraums“ in der St. Marien-Andreas Kirche in Rathenow statt.
Die Kirche galt bis zu ihrer starken Zerstörung im Zweiten Weltkrieg als herausragendes Beispiel norddeutscher Backsteinkunst. In den 1950er Jahren wurde nur das Kirchenschiff mit einfachen Mitteln wieder hergerichtet. Nach der Wende gelang es, den Turm sowie die Außenmauern und das Dach des Chores wiederherzustellen.
Die verschiedenen Umbauphasen haben im Inneren jedoch dazu geführt, dass kein ästhetisch ganzheitlicher Raumeindruck entstand und der Chor seiner liturgischen Funktion beraubt wurde. Vor diesem Hintergrund wurde der Gesamtraum nun sowohl funktional als auch liturgisch neu konzipiert, sodass der Raum zukünftig sowohl für Gottesdienste als auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden kann. Das neue Planungskonzept knüpft an die Ästhetik der 1950er Jahre an und schafft eine zeitgenössische Architektur im historischen Kontext. Elemente der Nachkriegsmoderne wurden erhalten und neu kontextualisiert. Zudem wird das Gesamtbild des Kircheninnenraumes durch eine einheitliche Fußbodenebene und den Wiederaufbau der Gewölbe im Chorraum neu geordnet und zusammengeführt.
Alle Informationen auf einen Blick:
Erstes Ortsgespräch der Denkmalpflege 2026
„Wiederherstellung und Neuinterpretation des Kirchenraumes“
Mittwoch, 13. Mai 2026, 16 bis 18 Uhr
St. Marien-Andreas-Kirche, Kirchplatz 1, 14712 Rathenow
Anmeldung bis 13.05.2026 über den Link:
seminare.ak-brandenburg.de
Die Ortsgespräche sind ein gemeinsames Projekt des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums, der Brandenburgischen Architektenkammer, der Brandenburgischen Ingenieurkammer und des Verbandes Beratender Ingenieure Berlin-Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung durch die Kirchengemeinde Rathenow sowie der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.
