Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.  Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Schloss Finsterwalde

Schloss Finsterwalde

Gesamtsanierung in mehreren Bauabschnitten

Bauherr: Stadt Finsterwalde

Projektzeitraum: 2005-2019

Baukosten: 8,0 Mio. EUR

Status: Einzeldenkmal

Geschichte

Der Ursprung des Schlosses Finsterwalde geht auf eine mittelalterliche Burganlage zurück. Der Komplex teilt sich in ein Vorder- und Hinterschloss, deren einzelne Bauteile aus unterschiedlichen Epochen vom 15. bis zum frühen 20. Jahrhundert stammen.

1830 wurde das Vorderschloss zu einer Tuchfabrik umfunktioniert, während das stark durch sein renaissancezeitliches Erscheinungsbild geprägte Hinterschloss dem Fabrikanten als Familienresidenz diente. Im späten 19. Jahrhundert zog die Stadtverwaltung Finsterwalde in die Räume des Schlosses ein. Seit 2005 wurde der Gebäudekomplex bei laufendem Betrieb saniert.

Projektbeschreibung

Nach einer umfassenden Bestandsauf­nahme der gesamten Schlossanlage begannen im Jahr 2005 bei laufendem Betrieb die ersten der zehn geplanten Bauabschnitte. Ziel der Gesamtsanierung war die Schaffung eines zukunftsorientierten Verwaltungsstandortes für die Stadt Finsterwalde. Dabei galt es, die hohen denkmalpflegerischen Vorgaben mit den modernen Anforderungen an ein öffentliches Gebäude zu vereinen. Bei der Sanierung wurde ein Maximum an historischer Bausubstanz erhalten. Nutzungsbedingte bauliche Eingriffe und Umbauten wurden in zeitgemäßer Gestaltung ausgeführt.

Die Fassaden wurden gemäß der restauratorischen Befundlage behutsam restauriert und neugestaltet. Die Dach- und Deckentragwerke wurden substanzschonend repariert. So konnten Schädigungen an den aufwendig gestalteten Untersichten der Holzbalkendecken vermieden werden. Die historischen Biberschwanzziegel mit Rautenspitze bzw. Segmentschnitt wurden nachgebrannt und für die Neueindeckung verwendet.

Im Jahr 2007 wurde mit der abschnittsweisen Sanierung und den Umbauarbeiten in den Innenräumen des Schlosses begonnen. Wesentliche Ziele der Umbauten waren die Umsetzung der brandschutztechnischen Anforderungen sowie die Herstellung der barrierefreien Erschließung der Schlossanlage. Im Ostflügel des Hinterschlosses wurde eine neue vertikale Erschließung mit Treppenhaus und Fahrstuhl eingebaut und in diesem Zusammenhang die zugesetzten Arkaden zum Innenhof wieder geöffnet. Im Vorderschloss wurde im Zuge der Umbaumaßnahmen der alten Feuerwehr zum Bürgerbüro eine zweite vertikale Erschließung mit Aufzug im ehemaligen Schlauchturm untergebracht. Durch intensive, restauratorische Untersuchungen traten wertvolle historische Fassungen der Wände zu Tage, die heute in ihrer fragmentarischen Gestalt einen eindrucksvollen Kontrast zu den neuen Raumelementen bilden.

Die ehemalige Remise wurde saniert und zu einem Sitzungs- und Mehrzweckraum umgebaut. Sämtliche Einbauten sowie Zwischenwände wurden entfernt und der so entstandene großzügige Raum bis in den First offen belassen. Auch hier konnten einige Fassungsbefunde restauratorisch überarbeitet und für den Besucher sichtbar gemacht werden.

Im Zuge der Gesamtsanierung des Schlosses wurde der Innenhof des Vorderschlosses neugestaltet. Historische Befunde und Höhenverhältnisse wurden in die Planung integriert. Ein Brückenneubau ersetzt die, in ihrer Tragfähigkeit massiv beeinträchtigte, alte Brücke. Die neue Schlossbrücke ist der historischen Form ihrer Vorgängerin nachempfunden und garantiert eine höhere Belastbarkeit und Sicherheit für die Passanten.

Planungsaufgabe
  • Generalplanung
  • Brandschutzkonzept
  • Holzschutzgutachten
  • Außenanlagen
Bauaufgabe
  • Denkmalgerechte Hüllensanierung
  • Fundamentunterfangung mit Soilcrete-Verfahren
  • Instandsetzung bestehender Fenster und Türen
  • Neubau von Fenstern und Türen nach historischem Vorbild
  • Reparatur des Dach- und Deckentragwerks
  • Neueindeckung aller Dachflächen
  • Dämmung der obersten Geschossdecken
  • Schwammsanierung mit substanzschonenden Sonderverfahren der Wärmebehandlung
  • Innensanierung mit Umnutzungen
  • Modernisierung von Büroräumen
  • Umbau einer Feuerwehrhalle in ein Bürgerbüro
  • Sanierung und Modernisierung des Stadtverordnetensaals
  • Optimierung der Erschließung des öffentlichen Gebäudes durch Integrierung eines neuen Treppenhauses und den Einbau von Aufzugsanlagen
  • Sicherung / Restaurierung historischer Befunde an Wänden und Decken
  • Umsetzung von Brandschutzanforderungen
  • bauliche Umsetzung der Brand-und Rauchabschnitte
  • Einbau Brandmeldeanlage
  • komplette Erneuerung der Haustechnik
  • Neugestaltung der Innenhöfe
  • Neubau der Schlossbrücke

zurück