Königlicher Kutschstall, Potsdam

Königlicher Kutschstall, Potsdam

Sanierung und Umbau zum Museum und Veranstaltungsort

Bauherr: Tourismusforum Potsdam GmbH

Projektzeitraum: 2001-2007

Baukosten: 13,0 Mio. EUR

Status: Einzeldenkmal

Geschichte

Der königliche Kutschpferdestall wurde zwischen 1787 und 1789 nach den Plänen des Hofbaumeisters Andreas Ludwig Krüger für Friedrich Wilhelm II errichtet. Er schließt mit einer repräsentativen Fassade das denkmalgeschützte Stallhofensemble zum Neuen Markt hin ab. Das triumphbogenartige Portal wird von einer Quadriga bekrönt. Flankiert wird das Viergespann von Figurengruppen die die Stallbuschen und den Kutscher bei der Arbeit zeigen. Der Stall hatte Platz für 100 Pferde, das Obergeschoss bewohnten die Stallburschen.

Ab 1918 wurde das Gebäude von der berittenen Polizei verwendet und später auch als Lagerhalle, Autoreparaturwerkstatt und Obst- und Gemüsemarkt genutzt. Seit dem Jahr 2003 wird das Ensemble, nach Sanierungs- und Umbauarbeiten, museal genutzt.

Projektbeschreibung

Der Kutschpferdestall und das angrenzende Magazinverwalterhaus wurden zu einem Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude mit Nebenfunktionsbereichen umgebaut. Die Gebäude beherbergen nun das Haus der Brandenburgisch Preußischen Geschichte mit geschichtsbezogenen ständigen und wechselnden Ausstellungen.

Die im Original erhaltene Quadriga der Gebrüder Wohler wurde von 2000 bis 2001 unter maximalem Erhalt originaler Substanz behutsam restauriert. Nach Abschluss der Steinrestaurierungsmaßnahmen erhielt die Quadriga in Anlehnung an den historischen Originalzustand eine farbige Fassung. Finanziert wurden die Arbeiten durch Fördermittel und Spenden.

Planungsaufgabe
  • Generalplanung
  • Objektplanung
  • Tragwerksplanung
  • TGA-Planung
  • Brandschutz
  • Bauphysik
  • Bauen bei laufendem Betrieb
Bauaufgabe
  • Sanierung des Kutschstall bei teilweise laufenden Ausstellungsbetrieb
  • Erprobung von Steinrestaurierungsmethoden
  • Schaffung eines Veranstaltungsraumes mit Servicetrakt und Konferenzsaal
  • Barrierefreie Erschließung der Ausstellungsflächen auf drei Ebenen
  • Umsetzung des Brandschutz- und Fluchtwegekonzeptes
  • Einbau einer Einbruchmeldeanlage
  • Einbindung in das historische Ensemble

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