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Deichtorhallen Hamburg

Deichtorhallen Hamburg - Umbau und Sanierung

Deichtorhallen Hamburg - Umbau und Sanierung

Bauherr: Sprinkenhof GmbH

Projektzeitraum: ab 2018

Status: Einzeldenkmal

Geschichte

Mit den Deichtorhallen bekam die wirtschaftlich rasant wachsende Hansestadt Hamburg zwischen 1911 und 1914 ein neues Ensemble aus zwei großflächigen Markthallen mit weitreichenden Kelleranlagen, günstig gelegen in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofes und des Oberhafens. Ihre weitspannende, offen präsentierte Eisenkonstruktion und die großflächigen Verglasungen sind ein selbstbewusstes Zeugnis fortschrittlicher Ingenieurskunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zugleich fügen sie sich durch ihre backsteinerne Materialität und historisierende Architekturelemente in die historische Hafenstadt ein.
Die ästhetische Qualität des Baudenkmals wird gerade in seiner heutigen kulturellen Nutzung offenbar: Nach mehrjährigem Leerstand wurden die Hallen 1989 im Auftrag der Körber-Stiftung durch den Architekten Josef Paul Kleihues zu Ausstellungsräumen umgebaut. In den Jahren 2003 und 2004 erfolgte der Umbau der südlichen Halle zum Haus der Photographie durch das Architekturbüro Jan Störmer.

Projektbeschreibung

Kernstück der anstehenden Baumaßnahme ist die umfassende Sanierung und der Umbau des Hauses der Photographie (Deichtorhalle Süd). Im Vordergrund stehen dabei die Umgestaltung des Innenraumes und die Sanierung der umfangreich geschädigten denkmalgeschützten Fassaden.

Im Haus der Photographie sollen zusätzliche Ausstellungs- und Depotflächen für die Präsentation der Sammlung von F. C. Gundlach entstehen. Der in Hamburg lebende Fotograf, Sammler, Galerist, Kurator und Stifter war Gründungsdirektor des Hauses der Photographie. Zudem werden zusätzliche Büroflächen, Besprechungsräume und Räume für die kulturelle Bildung geschaffen.
Der Entwurf schließt an das räumliche Konzept an, das die Innenfläche auf ein Quadrat zentriert: In allen vier Gebäudeecken wurden Separees für andienende Funktionen abgeteilt und im westlichen wie östlichen Randbereich der Ausstellungshalle Kabinette ausgebildet, sodass ein innerer Zentralraum entsteht. Diese umliegenden Bereiche sollen nun um eine zweite Ebene erweitert werden. Für das räumliche Grundkonzept wurden verschiedene Varianten entwickelt und durchdacht. Die Vorzugsvariante sieht ein stringentes Konzept aus geschlossenen Wänden und innen verglasten Giebelflächen vor. Es ermöglicht den Besuchern, sich sowohl auf die Ausstellung zu konzentrieren als auch die gesamte Halle mit ihrer beeindruckenden Stahlkonstruktion zu erleben.

Ein weiterer Schwerpunkt der aktuellen Baumaßnahme ist die Sanierung der umfangreich geschädigten historischen Fassaden. An den Fassaden des Hauses der Photographie kommt es seit langer Zeit wiederkehrend zu starken Rissbildungen. Grund dafür ist die enge Verzahnung des Stahltragwerks und der Verblendklinkerschale, die durch das thermospezifisch unterschiedliche Werkstoffverhalten von Stahl und Mauerwerk zu Schäden führt.

Planungsaufgabe
  • Objektplanung
Bauaufgabe
  • Denkmalgerechte Instandsetzung der Fassaden
  • Umbau des Hauses der Photographie (Schaffung neuer Ausstellungs-, Büro- und Depotflächen)
  • Sanierung der Tiefgarage
  • Umgestaltung der Außenanlagen

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