Am 10. und 11. September 2026 findet die dritte Dorfkirchentagung im Land Brandenburg statt. Im Zisterzienserkloster Doberlug geht es wieder um die Zukunft vielerorts kaum genutzter Dorfkirchen, Perspektiven für ihren langfristigen Erhalt und künftige Nutzungsmodelle. Auch wir sind wieder mit einem Workshop dabei: „Platz nehmen. Wert und Widerständigkeit historischer Kirchenbänke“. Passenderweise blicken die Architektin Anna Hensel, die Kunsthistorikerin Tina Gebler, Dana Ratz vom Kirchlichen Bauamt und Dörte Busch vom BLDAM als Workshopleitende aus vier unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema.
Im Rahmen der vorangegangenen Dorfkirchentagung in der Prignitz arbeiteten die Teilnehmenden heraus, dass die Öffnung der Kirchenräume eine zentrale Voraussetzung für ihren langfristigen Erhalt ist: Ein wesentlicher Ansatz besteht darin, andere Akteure aus Kultur, Region oder Dorfgemeinschaft in multifunktionale (Mit-)Nutzungsmodelle einzubeziehen. Nur so – verteilt auf vielen Schultern – wird ein Erhalt der Dorfkirchen möglich.
Auf dem Weg zu einer multifunktionalen und flexiblen Raumnutzung liegt jedoch ein wertvolles, wie zugleich widerständiges Hindernis: die denkmalgeschützten Kirchenbänke in vielen Kirchen. Als stark raumordnendes Element geben diese oftmals eine frontal ausgerichtete Nutzung vor. Wie lässt sich mit diesem Konflikt planerisch umgehen? Welche Wünsche haben die verschiedenen Akteure? Welche Lösungen gibt es, die sowohl das Denkmal respektieren als auch flexible Umgestaltungen ermöglichen?
Dorfkirchentagung 2026
10. und 11. September
Zisterzienserkloster Doberlug
Das gesamte Programm zur Dorfkirchentagung 2026 finden Sie auf der Seite der EKBO.
