Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

Transsylvanien: Notrettung von Kirchenburgen

Mehr lesen

Weniger lesen

23.01.2019

Nach Rumänien zieht es unser Büro immer wieder: Vom 10. bis zum 14. September wurden Dr. Achim Krekeler und Peter Krämer von der Stiftung Kirchenburgen empfangen, um die ersten Ergebnisse der Bauzustandsuntersuchungen an zwanzig bedrohten Kirchenburgen strategisch und konzeptionell weiterzudenken. Im Rahmen der Reise haben sie zudem drei Kirchenburgen in Hamba/Hahnbach, in Felmer/Felmern und in Șoarș/Scharosch besucht.

Die 160 Kirchenburgen in Transsylvanien sind in ihrer vom 12. bis ins 16. Jahrhundert reichenden, baulichen Vielfalt und in ihrer topographischen Dichte einzigartig, sieben von ihnen wurden zum Unesco-Welterbe erklärt. Seit den Auswanderungswellen der Siebenbürger Sachsen nach Deutschland ab 1970 drohen jedoch zahlreichen bedeutsamen Bauten der deutschen Minderheit Leerstand und Verfall: 2016 kam es bereits zum Einsturz zweier Kirchenburgen (Roadeș/Radeln, Rotbav/Rothbach).

In einem rumänisch-deutschen Gemeinschaftsprogramm haben sich die Stiftung Kirchenburgen, die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder, der Siebenbürgisch-Sächsische Kulturrat und das Landeskonsortium der Evangelischen Kirche Rumänien zusammengetan, um ein Programm zur Notsicherung der Kirchenburgen zu entwickeln. Wir freuen uns sehr, nach der Vorbereitung einer Generalsanierung der Stadtpfarrkirche in Sibiu/Hermannstadt und der Generalsanierung der Residenz des deutschen Botschafters in Bukarest wieder in Rumänien tätig zu werden.

Lesen Sie hier den Reisebericht der Stiftung Kirchenburgen.

 

Neue Publikation: Denkmalpflegepreis

Mehr lesen

Weniger lesen

23.01.2019

Pünktlich zum diesjährigen Europäischen Kulturerbejahr Sharing Heritage begeht auch der Brandenburgische Denkmalpflegepreis ein großes Jubiläum. Seit 25 Jahren wird der Preis jährlich verliehen, um bürgerschaftliches Engagement für den Erhalt von historischem Kulturerbe von Privatpersonen, Initiativen oder Vereinen zu ehren. Anlässlich des Jubiläums ist im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg noch bis zum 20. Januar 2019 die Ausstellung „Ausgezeichnet! Baukultur und Archäologie. 25 Jahre Brandenburgischer Denkmalpflegepreis 1992-2017“ zu sehen.

Im Rahmen der Ausstellung ist ein fast 250-seitiger Katalog erschienen, der einen Blick auf die Baukultur im Land Brandenburg wirft und 30 ausgewählte Preisträgerinnen und Preisträger vorstellt. Wir freuen uns sehr, dass Dr. Achim Krekeler neben dem Landeskonservatoren Thomas Drachenberg, dem Architekturkritiker Jürgen Tietz und dem Landesarchäologen Franz Schopper einen Fachbeitrag zu dem Katalog beisteuern konnte. Unter dem Titel „Bewahren und Gestalten. Nach- und Umnutzungen von Denkmalen im Land Brandenburg“ widmet er sich der schwierigen Frage, „wie ein historisches Gebäude möglichst substanzschonend und denkmalgerecht erhalten und zugleich einer heutigen Nutzung optimal dienen kann. […] Es ist die Aufgabe der Architekten, mit der Vielfalt historischer Spuren respektvoll umzugehen und so die oft komplexen Gefüge der Baugeschichte von Denkmalen zu bewahren und in die neue Gestaltung mit einzubeziehen – etwa durch entschieden gesetzte Kontraste moderner und bauzeitlicher Elemente.“

Eine Übersicht über alle 143 Preisträgerinnen und Preisträger der vergangen 25 Jahre finden Sie hier.

Kassel: Richtfest auf der Löwenburg

Mehr lesen

Weniger lesen

23.01.2019

Auf der Löwenburg ist ein erstes Etappenziel erreicht: Vergangenen Mittwoch wurde auf dem Bergfried Richtfest gefeiert. Von dem Hauptturm der im späten 18. Jahrhundert errichteten, künstlichen Burgruine aus kann der Blick nun wieder über den Kasseler Bergpark Wilhelmshöhe schweifen: Zusammen mit dem ebenfalls durch unser Büro sanierten Herkules, den Wasserspielen und dem Schloss Wilhelmshöhe wurde die gesamte Parkanlage 2013 zum Unesco-Welterbe erklärt. 

Ziel der 2015 begonnenen Gesamtsanierung ist die detailgenaue Wiederherstellung der Fassaden und Innenräume der Löwenburg, wobei die Gestaltung in ein umfassendes Museumskonzept eingebettet ist.

Goslar: Fund einer unerwarteten Zeitkapsel

Mehr lesen

Weniger lesen

23.01.2019

Bei der Sanierung der Goslarer Domvorhalle hat sich ein ungewöhnlicher Fund aufgetan. Während holzschutztechnischer Untersuchungen der Seitendächer ist eine Flaschenpost aufgetaucht, die wir in Absprache mit den Denkmalschutzbehörden behutsam bergen und öffnen konnten: Sie entpuppte sich als Gruß einer früheren Sanierungsmaßnahme, genauer gesagt, als Teile des Daches im Jahr 1930 neu in Schiefer eindeckt wurden. Auf eine Rechnungsvorlage hatten Dachdecker mit Schreibmaschine eine Nachricht an ihre „Nachkommen“ getippt, die „dies Schreiben in einer besseren Zeit mal vorfinden“ sollten. Wie es der Zufall so will, stellte sich im Nachhinein heraus, dass tatsächlich ausgerechnet der Enkel eines Unterzeichners an der Vorbereitung der heutigen Untersuchung beteiligt war.

In ihrer Nachricht beklagen die Dachdecker die „schweren Kriegsjahre“, die gefolgt von der Hyperinflation zu Armut und Arbeitslosigkeit führten. „Wir wünschen uns bald bessere Zeiten“, schließen sie den Brief, was aus heutiger Perspektive mit dem Wissen um die nur kurz darauf folgende Katastrophe tragisch wirkt.

Das Schreiben wurde nun an das Goslarer Stadtarchiv übergeben, wohingegen die Flasche mitsamt einer Kopie des Originals und einem neuen Schreiben des Oberbürgermeisters wieder unter dem Dach der Domvorhalle hinterlegt wurde – bis zukünftige Generationen sie wiederentdecken.

Bitte klicken Sie hier, um zu den Berichten von NDR ,  Spiegel Online  und zur Pressemitteilung der Stadt Goslar zu gelangen.

 

Zuschlag im VgV-Verfahren: OLG Braunschweig

Mehr lesen

Weniger lesen

23.01.2019

Wir freuen uns über den Zuschlag für die Unterbringung des Oberlandesgericht Braunschweig im Bohlweg 38. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde 1909 bis 1913 von den Architekten Fricke und E. Wiehe als Ministerialgebäude des Herzogtums Braunschweig errichtet und steht seitdem in prominenter Nachbarschaft zur Burg Dankwarderode, dem Dom St. Blasii zu Braunschweig und dem Rathaus.

Für die jetzt geplante Unterbringung des Oberlandesgerichtes Braunschweig, sind vor allem die Anforderungen an Sicherheit, Brandschutz sowie die barrierefreie Erschließung in die repräsentative Architektur des Gebäudes zu integrieren.

Das Grundstück Bohlweg 38 wartet noch mit einer Besonderheit auf: Der Vorgängerbau (Paulinerchor mit Zaunanlage) wurde 1902/ 03 an den Standort Hinter Ägidien transloziert, wo er nun als Teil des Braunschweigischen Landesmuseums von unserem Büro saniert wird.

In Prenzlau beginnen die Bauarbeiten

Mehr lesen

Weniger lesen

23.01.2019

In der evangelischen Hauptpfarrkirche St. Marien in Prenzlau beginnen die Bauarbeiten zum Wiederaufbau des Gewölbes, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Um die Bauarbeiten in der Höhe von 16 bis 22 Metern durchzuführen, muss das Kirchenschiff innen komplett eingerüstet werden. Wie aufwendig diese Baumaßnahme ist, wird erst deutlich, wenn man die Dimensionen des großangelegten Sakralbaus bedenkt, der die sonst flache Silhouette der Stadt Prenzlau maßgeblich prägt: Das Kirchenschiff ist innen 54 Meter lang, 25 Meter breit und 43 Meter hoch (Höhe des Dachfirstes) und wird noch von den 70 Meter hohen Türmen überragt. Da sich unter dem Fußboden zahlreiche Grüfte, Hohlräume und andere archäologische Verwerfungen befinden, war es nötig, unterschiedliche Arten der Lastabfangung zu planen, um diese zu schützen und die Standsicherheit der Gerüste zu gewährleisten. Eine Besonderheit in der Bauausführung sind zudem die verhältnismäßig weit spannenden Lehrgerüste sowie das freie Ausmauern der Gewölbekappen zwischen den Rippenbögen.

Die Bauarbeiten haben im Juni 2018 begonnen und werden bis 2020 andauern.