Stadtwerke Brandenburg an der Havel

Stadtwerke Brandenburg an der Havel

Neubau des Verwaltungsgebäudes

Bauherr: Stadtwerke Brandenburg an der Havel GmbH

Projektzeitraum: 2012 - 2014

Baukosten: 6,9 Mio.

Geschichte

Seit dem späten 19. Jh. lag auf dem Gelände inmitten der Stadt Brandenburg die Schiffswerft Gebr. Wiemann, später Volkswerft „Ernst Thälmann“, die sich aus einer Maschinenfabrik und Eisengießerei entwickelte. Nachdem der Betrieb 1963 eingestellt worden war, wurden die meisten Werftgebäude 1998/ 99 und 2012 abgebrochen.

Projektbeschreibung

Der Neubau des Verwaltungsgebäudes der Stadtwerke Brandenburg GmbH bietet ca. 100 Büroarbeitsplätze mit Kundenzentrum. Der Grundriss ist als dreispännige Anlage ausgebildet, auf dessen Außenseiten die Büroräume liegen. Sämtliche dienenden Funktionen befinden sich im inneren Kern. Auch ein Teil der Besprechungsräume befindet sich in diesem Kern und ist durch Glaswände mit innenliegenden Verschattungen zu den Fluren hin abgetrennt. Die Fassade ist durch raumhohe Verglasungselemente mit außenliegender Verschattung im Wechsel mit Aluminiumlamellenelementen in Brauntönen sehr offen gestaltet.

Die Stahlbetonskelettkonstruktion mit Vorhangfassade aus Stahl, Glas und Aluminium lastet auf 89 bis zu 18 m tief gründenden Pfählen, von denen 65 als sogenannte „Energiepfähle“ mit Soleleitungen zum Betrieb einer Wärmepumpe ausgerüstet sind.

Die Grundklimatisierung des Gebäudes erfolgt über bauteilaktivierte Decken, die im Sommer gekühlt und im Winter beheizt werden. Die Nachheizung erfolgt über Einzelplatzradiatoren. Teilbereiche können unterstützend klimatisiert werden.

Aufgrund einer vorhandenen Belastung des Baugrunds mit LHKW und VC wurde die Gründung gemäß eines Sicherungskonzepts erforderlich. Die Kernmaßnahmen sind folgende:

  • Ausbildung einer Gasdrainageebene unter der Bodenplatte
  • Durchdringungsfreie unterseitige Abdichtung der Bodenplatte mit einer Deponieabdichtungsfolie aus HDPE
  • Oberseitige Abdichtung der Bodenplatte mit Bitumenabdichtungen mit Aluminiumeinlage sowie Abdichtung von Durchdringungen mit Epoxidharz
  • Einführung sämtlicher Medien luftumspült, seitlich ins Gebäude in eine Doppelbodenebene auf der Bodenplatte

Zum Umfang der Baumaßnahme gehört auch die Marina Servicestation zwischen Verwaltungsgebäude und BUGA-Gelände. Sie beherbergt Duschen und Toiletten für die neue Steganlage am Uferweg.

 

Das Projekt basiert auf dem Entwurf von bbp Architekten, Kiel (LP 1-4). Zahlreiche Änderungen machten eine Überarbeitung in den Leistungsphasen 1-4 und die Stellung eines neuen Bauantrags erforderlich.

Planungsaufgabe
  • Generalplanung
  • Objektplanung
  • Tragwerksplanung
  • TGA-Planung
  • Freianlagenplanung
  • Brandschutzkonzeption
  • Altlasten-/ Schadstoffsanierung
  • Fördermittelmanagement
Bauaufgabe
  • Übernahme eines Wettbewerbsentwurfs (Überarbeitung LP 1-4 und Stellung eines neuen Bauantrags erforderlich)
  • Baugrundsanierung
  • Gründung auf Energiepfählen
  • Neubau eines Verwaltungsgebäudes mit 100 Büroarbeitsplätze und Kundenzentrum
  • Errichtung einer 2,5-geschossigen Stahlbeton-Skelett-Konstruktion
  • Bauteilaktivierung der Decken zur Klimatisierung und Beheizung der Büroräume
  • Vorhangfassade aus Stahl, Glas und Aluminium
  • Sonderkonstruktionen zum Schutz gegen Bodenaltlasten: Gasdrainage, durchdringungsfreie Bodenplattenabdichtung, Doppelboden im Erdgeschoß
  • Neuanlage aller Freianlagen mit öffentlichen Wegeflächen, Parkplatz, Zufahrten, Grünflächen

zurück