Stadtverwaltung Brandenburg, Nicolaiplatz

Stadtverwaltung Brandenburg, Nicolaiplatz

Grundinstandsetzung

Bauherr: Gebäude- und Liegenschaftsmanagement der Stadt Brandenburg

Projektzeitraum: 2007-2012

Baukosten: 3,0 Mio.

Status: Einzeldenkmal

Geschichte

Das vor dem Plauer Tor errichtete langgestreckte, dreigeschossige Landarmenhaus ist einer der wenigen Großbauten des späten 18. Jahrhunderts in der Altstadt Brandenburgs. Das Gebäude wurde 1820 in ein Zuchthaus umgewandelt. Der ursprünglich zweigeschossige Bau mit Putzfassade und Krüppelwalmdach wurde 1896-98 um ein Geschoss erhöht und erhielt sein flaches Satteldach. 1933/34 wurde die ehemalige Strafanstalt als frühes Konzentrationslager genutzt. 1940 wurden hier unter dem Decknamen „Landes-Pflegeanstalt“ über 9000 Menschen im Rahmen der „Euthanasie-Aktion T4“ ermordet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde ein Gebäudetrakt zerstört. In den 1980er Jahren wurde der noch erhaltene Teil des Hauptgebäudes saniert und als Sitz der Brandenburgischen Stadtverwaltung umgebaut. In der ehemaligen Werkstatt befindet sich seit 2012 eine Gedenkstätte.

Planungsaufgabe
  • Objektplanung
  • Brandschutz
  • energetische Sanierung
  • Dekontamination
Bauaufgabe
  • Neukonzeption von Büroräumen für ca. 70 Mitarbeiter
  • Energetische Sanierung durch Wärmedämmputz
  • Neugestaltung der Fassade
  • Neukonzeption mit neuen Raumzuschnitten
  • Rückführung in Anlehnung an Umbau um 1895
  • Wärmedämm- und Sanierungsmaßnahmen der Dachfläche
  • Instandsetzung der bestehenden Holzfenster
  • Ausbildung eines repräsentativen Eingangsbereichs
  • Sichtbarmachung der reich verzierten historischen Holzskelettkonstruktion                  
  • Schadstoffsanierung, Dekontamination
  • Umsetzung von Brandschutzanforderungen
  • Bauen von barrierefreien Zugängen
  • Ergänzung eines außenliegenden Aufzugs
  • Herstellung eines dritten Treppenhauses als Fluchtweg
  • Haustechnische Erschließung des zentralen Rechenzentrums der Stadt
  • komplette Erneuerung der Haustechnik
  • Bauen bei laufenden Betrieb in angrenzenden Bereichen (Rechenzentrum, Gedenkstätte)

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