Kulturkirche Luckau

Kulturkirche Luckau

Umnutzung und Grundinstandsetzung 

Bauherr: Stadt Luckau

Projektzeitraum: 2006-2009

Baukosten: 3,25 Mio.

Status: Einzeldenkmal

Geschichte

Das Gebäude wurde Ende des 13. Jahrhunderts als Klosterkirche St. Pauli des Dominikanerklosters von Luckau errichtet. Nach der Reformation wurde das Klostergelände 1546 aufgegeben. Besitz und Eigentum des Klosters gingen an die Stadt Luckau. Nach kurzer Nutzungen als Spital und Schule folgte der Leerstand und damit der Verfall des Klosters. Ab 1747 wurde das Gebäude als Gefängnis und Armenhaus genutzt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Kirchengebäude zur „Königlichen Strafanstalt“ des Preußischen Staates ausgebaut. Die hohen Kirchenfenster wurden durch vergitterte Zellenfenster ersetzt. Die Gefängnisnutzung dauerte bis ins Jahr 2005 an. Mit dem Umzug der Haftanstalt nutzte die Stadt die Chance, das im Zentrum von Luckau gelegene Gelände der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Projektbeschreibung

Das Gebäudeensemble der Kulturkirche besteht aus der ehemaligen Klosterkirche und einem außerhalb der Kloster- bzw. Gefängnismauer gelegenem Kutscherhaus. Das Kutscherhaus bildet heute den Eingang in das Kulturzentrum. Ein neuer moderner Verbindungsbau überwindet die ehemalige Trennung von öffentlichem und verschlossenem Raum.

Durch die Wiederherstellung des Daches in historischer Kubatur wurde der Stadt ihre geschichtliche Silhouette zurückgegeben. Die Herstellung eines großen Raumvolumens ermöglichte die Wiederherstellung der gotischen Fenster im östlichen Teil des Gebäudes, womit der Charakter der Klosterkirche wieder ablesbar ist.

Im Erdgeschoss des Kirchenschiffes blieb die frühe Zellensituation als Ausstellung der Gefängnisnutzung und Gedenkstätte erhalten. In den beiden Obergeschossen wird die etwas größere Zellenstruktur aus dem 19. Jahrhundert für Magazin- und Büroräume genutzt. Im dritten Obergeschoss wurden größere Raumzusammenhänge geschaffen, die nun als Sonderausstellunsgsflächen, Räumlichkeiten für Museumspädagogik und Ateliers genutzt werden. Im Dachgeschoss wurde die Zellenstruktur zugunsten eines frei bespielbaren, stützenfreien Dachraumes gänzlich aufgegeben. Restauratorische Befunde beispielsweise im Saal oder in den Treppenräumen wurden in die Gestaltung einbezogen.

Planungsaufgabe
  • Objektplanung
Bauaufgabe
  • Neuerrichtung des Dachgeschosses für das Niederlausitzmuseum
  • Wiederherstellung des Chorraumes als Veranstaltungsraum
  • Errichtung von Magazinräumen für das Museum
  • Errichtung eines Museums zur Gefängnisgeschichte
  • Umbau des Verwalterhauses zum Foyergebäude
  • Neubau eines Verbindungsbaus
  • Denkmalgerechte Gesamtsanierung
  • Barrierefreie Erschließung des Gebäudes

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