Kloster Jerichow, Sachsen-Anhalt

Kloster Jerichow, Sachsen-Anhalt

Gesamtsanierung unter energetischen Aspekten

Bauherr: Stiftung Kloster Jerichow

Projektzeitraum: 2009-2011

Baukosten: 1,0 Mio.

Status: Einzeldenkmal

Geschichte

Das Kloster Jerichow wurde 1148 an seinem heutigen Standort von Prämonstratensern neu gegründet. 1172 erfolgte die Fertigstellung der Klosterkirche und des Ostflügel. Bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts wurde die Anlage mit einem umlaufenden Kreuzgang im romanischen und gotischen Stil erweitert. Nach der Reformation wurde das Kloster im 16. Jh. aufgehoben und im Dreißigjährigen Krieg verwüstet.

1680 wurde die Anlage zur kurbrandenburgischen Staatsdomäne und eine erste Instandsetzung der bedeutenden romanischen Kirche erfolgte. In den folgenden Jahren kam es immer wieder zu Teilzerstörungen und Reparaturen, dennoch blieb die Klosteranlage in ihrer maßgeblichen Substanz erhalten.

Seit 2004 wird die Anlage von der „Stiftung Kloster Jerichow“ betrieben.

Projektbeschreibung

Die Brennerei und der Malzkeller wurden saniert und in das Museumskonzept des Gutshofes eingebunden. Das heutige Klostermuseum im Obergeschoss des Ostflügels wurde erweitert und durch zusätzliche Ausstellungsflächen ergänzt. Ein zusätzliches Treppenhaus mit einem Aufzug ermöglicht eine barrierefreie Erschließung. Die Sanierung erfolgte unter konstruktiven und energetischen Gesichtspunkten und beinhaltet unter anderem eine Temperierung der Ausstellungsräume.

Im denkmalpflegerischen Konzept finden die baulichen Spuren des romanischen Klosters ebenso Berücksichtigung wie die über mehrere Jahrhunderte andauernde wirtschaftliche Nutzung der kurfürstlichen Domäne, die trotz Umnutzung und Umbauten das Fortbestehen der romanischen Kosteranlage sicherte.

Planungsaufgabe
  • Objektplanung
  • Aufmaß
  • Brandschutzkonzept
  • Holzgutachten
Bauaufgabe
  • Grundinstandsetzung des Malzkeller-Anbaus als neues Eingangsgebäude
  • Umbau und Sanierung der Museumsräume im OG Ostflügel und des Malzkellers sowie Brennerei
  • Innensanierung Museum im Ostflügel
  • Barrierefreie Erschließung des Museums
  • Umsetzung von Brandschutzanforderungen
  • Berücksichtigung energetischer Aspekte

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